Passwortmanager statt Post-it

Ein Passwortmanager ist der erste Schritt zu mehr Zugangssicherheit. Wie 1Password Zugänge in Unternehmen automatisch verwaltet und wie die Einrichtung abläuft.

Alle kennen es, alle haben es: dieses eine Passwort, das man mittlerweile im Schlaf tippen könnte. Mal kommt eine Zahl dazu, ein Großbuchstabe, ein Sonderzeichen, eben immer gerade so viel, wie die Systemanforderung verlangt. Privat ist das schon riskant. Im Unternehmen wird aus der Gewohnheit ein echtes Problem: Dort kennt das eine Passwort irgendwann nicht mehr nur die Person, die es sich ausgedacht hat, sondern über die Zeit ein halbes Team. Inklusive der Person, die vor zwei Jahren gekündigt hat und deren Zugang nie wieder angefasst wurde. Besonders in Betrieben mit zehn bis fünfundzwanzig Mitarbeitenden fällt das kaum auf, solange nichts passiert. Richtig teuer wird es meistens erst in dem einen Moment, in dem doch etwas passiert.

Der Oktober ist European Cybersecurity Month. Wir nutzen ihn für eine dreiteilige Serie über Zugänge: Passwortmanager, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Passkeys. Los geht’s mit dem Thema, das fast alle betrifft.

Hier geht’s zu Teil zwei: Zwei-Faktor-Authentifizierung, und zu Teil drei: Passkeys.

Schluss mit dem einen Passwort für alle

Ein Passwortmanager wie 1Password löst dieses Muster auf. Statt eines einzigen, gemeinsam genutzten Passworts bekommt jeder Zugang seinen eigenen, langen und zufälligen Schlüssel. Merken muss ihn sich niemand, weil die Software ihn automatisch einträgt. Verlässt jemand das Team, wird der Zugriff auf die Tresore entzogen. Und weil sichtbar ist, wer worauf Zugriff hatte, lassen sich die betroffenen Passwörter gezielt ändern. So lebt kein Passwort in einem System weiter, obwohl es längst niemand mehr braucht. Geteilte Zugänge, etwa für ein gemeinsames Firmenkonto oder ein Tool, das mehrere Personen nutzen, lassen sich kontrolliert freigeben, statt mündlich von Person zu Person weitergereicht zu werden. Den Zettel am Monitor braucht dann niemand mehr.

Auswahlkriterien: worauf es bei einem Passwortmanager ankommt

Nicht jeder Passwortmanager passt gleich gut zu einem Unternehmen: Private Tools und Team-Lösungen unterscheiden sich deutlich. Am wichtigsten ist eine echte Team-Verwaltung. Zugänge lassen sich einzelnen Personen zuordnen, in Tresoren bündeln und bei einem Teamaustritt sauber entziehen, ohne das ganze System neu aufzusetzen. Dazu kommt Unterstützung für Zwei-Faktor-Authentifizierung als Schutz für den Tresor selbst. Mit Blick nach vorn lohnt es sich außerdem, darauf zu achten, ob der Passwortmanager auch Passkeys speichern kann.

Ein Punkt, der gerne übersehen wird: ein geregelter Notfallzugang. Damit kommt im Urlaub oder Krankheitsfall trotzdem jemand an geschäftskritische Zugänge, ohne dass alles im Kopf einer einzigen Person hängt.
Welches Tool zu eurem Team passt, klären wir gemeinsam in unserem IT-Consulting.

Wie die Einrichtung bei phasedrei abläuft

Am Anfang steht immer eine Bestandsaufnahme: Welche Zugänge gibt es? Wer nutzt was? Wo liegen geteilte Passwörter noch im Klartext, in einer Excel-Tabelle oder auf einem Notizzettel? Darauf aufbauend beraten wir, welche Tresor-Struktur zum Team passt, und richten den Passwortmanager ein, inklusive Migration der bestehenden Zugänge.

Teams verändern sich: Neue Leute kommen dazu, andere gehen. Deshalb gehört eine regelmäßige Überprüfung der Zugriffe fest zur laufenden Managed IT für Unternehmen. So können alle nur auf das zugreifen, was sie wirklich brauchen.

Ein Passwortmanager ist ein wichtiger erster Schritt, aber nicht der letzte. Was passiert, wenn ein Passwort trotzdem in falsche Hände gerät, etwa über eine Phishing-Mail, und wie Zwei-Faktor-Authentifizierung genau das abfängt, zeigt der zweite Teil dieser Serie.

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